Am 10. November 2009 war es nun endlich soweit unser Luxus-Body Athleth Stefan Schmid startete die Reise zur Ironman 70.3 WM nach Clearwater in Florida . Hier berichtet Stefan in einem Interessanten Bericht über den Weg nach Florida, über den Wettkmapf Ironman und wie er sich dafür vorbereitet hat!

Tja, aber schon bei der Reise stellte sich heraus, dass man als Triathlet auf Reisen so seine Probleme hat, die ich so noch nicht kannte, da ich noch nie mit Rad im Flieger verreist bin. Mit diesem riesen Oschi kommt man kaum Rolltreppen hoch und fährt ständig irgendwelche Leute an. Das war dann schon öfters mal von lustig bis nervig… Auch ansonsten war meine größte Sorge, ob mein Rad auch wirklich in Tampa ankommt.
Da zitterte ich bis zum letzten Gepäckband. Im Flieger wurden wir dann erst einmal von der Klimaanlage auf Frischhaltetemperatur herunter gekühlt. Vermutlich wollte uns American Airlines einfach für den 10h Flug konservieren. Letztendlich hat aber alles prima funktioniert. Das Rad kam auch mit uns an und keiner ist in der fliegenden Tiefkühltruhe krank geworden.
Mit dem Mietwagen ging es dann nach Clearwater Beach, wo wir uns eine kleine Ferienwohnung gemietet hatten. Nur mal kurz erwähnt, die ganze Reise hat uns ca. nur ein drittel des Preises des Angebotes eines recht bekannten Triathlonreiseveranstalters gekostet…. „Atz travel“ sei dank. Wer Infos über  Atz travel will soll sich einfach bei mir melden….

Das Wetter war bei Ankunft wegen des Hurricanes Ida echt schlecht! Um die 15 Grad und Sturm. Die ersten Probefahrten mit meinem Rad+Scheibe waren recht kritisch, aber die Wetterprognosen waren positiv, deshalb bereitete ich mein Rad dementsprechend darauf vor.
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Doch das Meer wollte nicht so recht mitspielen… Die Dauerwellen, die Ida zu uns schickte, waren zu hoch um im Meer schwimmen gehen zu dürfen. So absolvierte ich meine letzte Schwimmeinheit im Hafenbecken gleich hinter unserem Haus. Aber das war dafür ein Traum! Stilles Wasser mit Palmen am Rand. Und selbst das Salzwasser, vor dem ich mich schon zu Hause ekelte, erwies sich als human.
Am Tag vor dem Wettkampf entschied sich das Wettkampfgericht die Schwimmstrecke weg vom Meer in das Hafenbecken zu legen. Da es zum einen keine fairen Bedingungen wären und zum anderen einfach nur gefährlich.

Zusätzlich gab es noch eine weitere Änderung. Es war nun kein Blockstart mehr für jede Altersgruppe sondern ein „time trail“-Start. Das hieß, dass jeder nacheinander ins Wasser musste und die Zeit startete wenn man beim Schwimmeinstieg über die Matte ging. Das war notwendig, da man am Start einen kleinen Absatz herunter springen musste und es auch an sich recht eng war. Ein Kopfsprung war allerdings nicht erlaubt. Auf meine Frage hin, ob man für eine ordentliche Arschbombe Bonuszeit bekommt, bekam ich leider nicht wirklich eine Antwort…

Um 4 Uhr klingelte dann am Wettkampftag der Wecker um mich auf meinen bis jetzt größten Wettkampf vorzubereiten. Um 5 ging es dann zur Wechselzone, in der es schon mächtig wuselte.
So ca. um 7:35 Uhr sprang ich dann ins Wasser der aufgehenden Sonne entgegen. Allerdings passierte mir, sowie ein paar anderen, dort ein riesiger Fehler, der mich mega genervt hat! Wegen der tief stehenden Sonne früh morgens, waren die Bojen auf den ersten 1000m kaum zu erkennen. So verpasste ich mit ein paar anderen um mich herum den ersten leichten Rechtsknick und wir schwammen einen Umweg. Aber nicht ganz unschuldig waren dort die Kanuten, die auf uns aufpassen sollten. Diese waren einfach zu weit von uns
weg und haben uns erst extrem spät auf unseren Fehler aufmerksam gemacht… Naja… die anderen hatten die selben Bedingungen, deshalb gilt die Ausrede nicht, aber so 1min, denke ich, habe ich verloren….

Dann auf dem Rad hat es so mächtig Spaß gemacht, da die topfebene Strecke einen höllen Schnitt zuließ. Ich dreschte nur so an allen vorbei… Aber wie schon im Vorfeld von anderen prophezeit, war es sehr gefährlich, weil die Strecke für ein windschattenfreies Rennen einfach zu eng ist. So kam es zu vielen brennzlichen Situationen, die einige auch auf den Boden zwangen, wie man an zahlreichen Krankenwagen und verletzten Athleten am Rand sehen konnte. Durch die enge Strecke wurde es dann auch zu einem unfairen Rennen, da sich große Gruppen bildeten, die zusammen fuhren. Auch die, in meiner AK vor mir Platzierten, sagten mir, dass sie lange Zeit in Gruppen fuhren. Das finde ich dann schon mies, da ich 84km alleine fuhr. Nur auf den letzten 6km konnte ich auf Grund der Strecke dann auch nicht mehr ohne einen Vordermann fahren….

Auf der Laufstrecke merkte ich dann, dass ich harte 90km hinter mir hatte….. Es wurde noch ein schneller Halbmarathon, aber für meine Verhältnisse wären 2min schneller schon zufriedenstellender. Aber mit dem 5ten Platz bin ich doch hoch zufrieden und kann sagen, dass dieses Rennen trotz allem mein zweitbester Triathlon war.
Total am Ende lag ich nach dem Rennen dann ewig im strahlend weißen Sand und freute mich über die lang ersehnte Saisonpause. Der Tag war hart! Nicht nur, weil er der erste heiße Tag war seit dem wir hier waren und man somit keine Aklimatisierungchancen hatte sondern, weil die Saison eben schon sehr, sehr lange und extrem anstrengend war.

Deshalb hängten wir auch noch eine Woche Urlaub hinten an. Highlights waren sicherlich der Start des space shuttle Atlantis, den wir live auf cape caneveral mit verfolgten und die Delphine, die wir im Meer sahen.
Alles in allem bin ich jetzt natürlich erst mal froh, dass ich die Saison gut abschließen konnte und endlich mal eine Zeit ohne Sport vor mir habe, aber desto trotz bin ich schon heiß auf die nächste Saison, in der ich beim Ironman in Klagenfurt mein Langdistanzdebüt geben werde und wir hoffentlich mit dem TSV Crailsheim Team den schwarzwäldern Amaturencowboys in der 1. BaWü Liga die Show stehlen können…

Vorbereitung auf Clearwater:

Was sicherlich viele Luxus-Body Leser interessiert ist, wie ich mich auf das große Rennen so vorbereitete! Die Vorbereitung auf ein großes Rennen ist eigentlich schon 2 Wochen zuvor zu Ende. Die Arbeit ist getan und jetzt heisst es nur noch Beine hochlegen und sich keine Sorgen um die Wettkampfform zu machen, denn man hat gut Trainiert.

In der Hochphase kamen da gut und gerne 25 Stunden pro Woche, neben der Arbeit, zusammen. Die Woche vor dem Rennen bestand zu Einem natürlich aus der langen anstrengenden Reise und zum Anderen daraus, dass man in den 3 Tagen vorher wieder in Gang kommen muss, weil man doch durch die Erholung Träge wurde.

  • So war es dann, dass ich 3 Tage zuvor noch einmal ein leichtes Laufintervalltraining (5x2min schnell) eingebaut habe,
  • 2 Tage zuvor noch Schwimmen und mit ein wenig druck Radfahren war
  • Am letzten Tag vor dem Rennen war ich dann nur noch 20min Laufen und 20min Radfahren. Aber das Radfahren diente eigentlich nur dem Checken des Rades, ob alles passt…

Wer mehr über Stefan Schmid erfahren möchte kann dies auf seiner Webseite www.stefan-schmid.net tun und sich auch den aktuellen Videoclip von Ihm auf Luxus-Body.tv anschauen!

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