Kampf gegen die Dickmacher im Advent

Ein Becher gesüßter Glühwein enthält etwa 230 Kalorien, 100 Gramm Stolle stolze 400. Die kulinarischen Verführungen in der Vorweihnachtszeit und zum Fest lauern an jeder Ecke. Das setzt auf Dauer natürlich an und hinterlässt unschöne Spuren an Bauch und Hüfte. Dabei sind Laufen und Radfahren in der kalten Jahreszeit bei weitem nicht jedermanns Sache. Doch Abnehmen ist auch mit Wintersport möglich. Hier bietet sich die perfekte Verbindung zwischen Spaß und Kalorienverbrauch.

Allerdings eignen sich die Sportarten unterschiedlich gut, allgemein gilt, je harmonischer die Bewegung ist, desto effektiver ist auch der Kalorienverbrauch. Dabei muss man nicht zwangsläufig ins Schwitzen kommen, schon ein gemütlicher Winterspaziergang verbraucht etwa 150 Kalorien pro Stunde und stärkt zudem das Immunsystem. Zugleich ist so ein Spaziergang ein guter Ausgleich zur Büroarbeit und dem Aufenthalt in überheizten Räumen.

Auch beim Rodeln kann man abnehmen – Am meisten, wenn man den Schlitten den Berg selbst hochzieht (Bild: Fotowerk – Fotolia.com)

Spaß beim Abnehmen

Rodeln besitzt einen großen Spaßfaktor und verbraucht dabei etwa 250 Kalorien pro Stunde. Die meisten Kalorien werden allerdings beim Hochziehen verbrannt. Die Nutzung von inzwischen weit verbreiteten Schlittenliften sorgt zwar für mehr Rodelspaß aber eben auch für weniger Kalorienverbrauch. Doch auch bei der Abfahrt werden zum Beispiel die Beinmuskeln trainiert, vor allem beim Bremsen und in den Kurven. Je kurvenreicher eine Strecke also ist, desto besser lassen sich überflüssige Pfunde auf dem Schlitten abtrainieren. Das Halten des Gleichgewichts stärkt außerdem die Rumpfmuskulatur.

Eisstockschießen verbraucht etwa 250 Kalorien pro Stunde. Dieser Sport geht es gemütlich an, in trauter Runde können bei Gesprächen ein paar Fettzellen verbrannt werden. Gleichzeitig werden Gleichgewicht und Koordination trainiert. Da es aber zum Eisstockschießen oft auch ein Gläschen Glühwein gibt, geht der Effekt am Ende nahezu gegen Null. Effizienter ist da schon eine zünftige Schneeschuhwanderung. Man genießt die wunderschöne Winterlandschaft und verbraucht etwa 380 Kalorien pro Stunde. Gleichzeitig wird dem Herzen, dem Kreislauf und dem Immunsystem etwas Gutes getan.

Beim Eislaufen ist vor allem die Intensität entscheidend, mit welcher der Sport betrieben wird. Ein Profi trainiert beim Powerlauf vor allem die Beinmuskeln, für viele andere bedeutet Eislaufen dagegen ein gemütliches Schlendern mit vielen Pausen und Gesprächen. Kalorien werden dabei natürlich entsprechend weniger verbraucht. Trotzdem ist es eine gute Abwechslung für zwischendurch, die Koordination und Gleichgewicht schult. Und wer Eislaufen ernsthaft betreibt, kann pro Stunde schon einmal 400 Kalorien verbrennen.

Mit Brettern unter den Füßen zur Traumfigur

Wer nicht nur an der Piste sitzt oder am Lift ansteht verbraucht auch beim Snowboarden etwa 450 Kalorien pro Stunde. Ähnlich wie beim alpinen Skilauf werden hier Bein- und Rumpfmuskulatur trainiert, aber auch die Arme kommen bei der Gleichgewichtskoordination zum Einsatz.

Der alpine Skilauf ist mit einem Verbrauch von 500 Kalorien pro Stunde sogar noch effektiver. Er fordert etwas mehr Körpereinsatz als das Snowboarden, allerdings steigt auch die Belastung der Gelenke und damit das Verletzungsrisiko. Beim Abfahrtslauf sollte unbedingt ein Helm getragen werden, um Verletzungen bei Stürzen und Zusammenstößen zu vermeiden. Und natürlich bringt das ganze Training nichts, wenn beim Après Ski die Kalorien wieder zugelegt werden.

Die effektivste und empfehlenswerteste Sportart ist der Skilanglauf. Gute Läufer kommen auf einen Verbrauch von 1.000 Kalorien pro Stunde. Hier wird der ganze Körper trainiert, die Muskeln Arme, Beine, Bauch und Rücken werden gefordert und damit die Fettverbrennung intensiv gefördert. Bänder und Gelenke werden beansprucht, der Körper wird von überschüssigem Fett berfreit und der Cholesterinspiegel gesenkt. Skilanglauf ist gelenkschonend und birgt ein geringes Verletzungsrisiko. So sind selbst die Kalorien vom Gänsebraten schnell wieder runter.

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