Oftmals denken die Menschen, um abzunehmen müssen sie sehr wenig essen. Dann fangen sie an kaum etwas zu essen. Essen überwiegend Salat und Obst, ein bisschen Brot und das war´s. Und meinen dann, sie hätten ihren Tagesbedarf gedeckt.

Die Frage ist, womit sollen sie ihren Tagesbedarf decken, wenn sie gerade vielleicht die Hälfte ihres eigentlichen Tagesbedarfes decken. Ein weiteres Problem ist, die Lebensmittelauswahl ist zwar nicht falsch, aber zu einseitig und zu nährstoffarm.

Vom Ansatz her ist es richtig weniger zu essen, aber man kann nicht hingehen und einfach von heute auf morgen die Kalorienaufnahme um die Hälfte reduzieren. Was sinnvoller ist, möchte ich Ihnen in den nächsten Kapiteln näher bringen:

Persönlichen Tagesbedarf berechnen

Zuerst sollte man wissen wie viele Kalorien benötigt man überhaupt, um seine Tagesbedarf zu decken? Dies kann man über einfache Formeln errechnen. Der Tagesbedarf setzt sich aus dem Grundumsatz, Arbeits- und Leistungsumsatz zusammen. Wenn man diese Umsätze berechnet und zusammen addiert hat man den persönlichen (theoretischen) Tagesbedarf. Der Tagesbedarf ist die Kalorienangabe, die das Gewicht hält. Das heißt, benötige ich pro Tag 1850 Kalorien und nehme diese zu mir, werde ich nicht abnehmen, aber auch nicht
zu nehmen.

Abnehmen

Möchte man jetzt sein Körpergewicht reduzieren, muss man ein Kaloriendefizit schaffen. Das heißt ich muss weniger essen, als ich benötige! Wie Eingangs erwähnt, machen das auch die Meisten, aber das Kaloriendefizit ist zu groß. Empfehlen würde ich immer 300 kcal weniger als der Tagesbedarf zu konsumieren. Sind die Kaloriendefizite zu groß, „schläft“ der Stoffwechsel ein und dies hat ein Stillstand der Gewichtsreduktion zur Folge. Also wenn Sie Erfolg haben wollen und langfristig ihr Traumgewicht halten wollen, machen Sie kleine Schritte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sonst zum JoJo-Effekt kommt, ist sehr hoch!

Was machen wenn ich nicht mehr weiter abnehme?

In diesem Falle haben Sie zwei Möglichkeiten: Die eine ist Sport zu treiben und die zweite ist das Kaloriendefizit zu verändern. Wenn Sie nach der der ersten Kalorienreduzierung keine Gewichtsabnahme mehr verzeichnen können, sollten Sie den aktuellen Kalorienbedarf um weitere 200 -300 Kalorien reduzieren. Reduzieren allerdings nicht zu schnell. Der Körper braucht auch immer etwas Zeit, um sich auf die Situation einzustellen. Warten Sie am Besten immer 5-7 Tage ob sich noch etwas tut. Wenn nicht, dann reduzieren Sie wieder.

Noch ein kleiner Hinweis:
Gehen Sie niemals mit dem Kalorienkonsum unter 1200 kcal pro Tag. Sollten Sie an  dieser Grenze angelangt sein, käme nur noch Sport in Frage, um eine weitere Gewichtsreduktion zu erlangen.

Lebensmittelauswahl

Jetzt ist es noch wichtig, welche Lebensmittel Sie zu sich nehmen. Am Besten ist immer eine ausgewogene Ernährung. Soll heißen, dass Sie gute Lebensmittel verwenden; Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, gute Eiweißquellen wie Fisch, Quark und Hülsenfrüchte, besonders wichtig sind gesunde Fette wie omega-3 Fettsäuren. Meiden Sie Mikrowellengerichte, Frittiertes und tierische Fette.

Nährstoffverhältnis

Natürlich gibt es jetzt keine Freifahrtsschein für willenloses schlemmen der oben aufgezählten Lebensmittel. Das Nährstoffverhältnis ist der entscheidende Faktor. Teilen Sie Ihren Tagesbedarf wie folgt auf: 50 % sollten aus Kohlenhydrate bestehen, 30 % aus Fett und 20% aus Eiweiß.

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