Dick durch Schilddrüsenprobleme

Die Schilddrüse produziert zwei lebenswichtige Hormone: Trijodthyronin und Thyroxin, die für die Regulation der Stoffwechselaktivität verantwortlich sind. Ist dieser Mechanismus durch Jodmangel gestört, kommt es zur Unterfunktion der Schilddrüse. Das bedeutet, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone ans Blut abgibt und sich der Stoffwechsel daraufhin verlangsamt. Im Fall einer Schilddrüsenunterfunktion verbrauchen Betroffene weniger Energie als sie schließlich zu sich nehmen, was zu einer Gewichtszunahme führen kann.

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Speziell Frauen haben mit Östrogenüberschuss zu kämpfen. (Bild: Benicce – Fotolia.com)

Neben der Schilddrüsenunterfunktion sprechen auch andere hormonelle Störungen für eine unerklärliche Gewichtszunahme, denn nur ein ausgeglichener Hormonhaushalt sorgt für eine optimale Verteilung des menschlichen Fettbestands. Eine übermäßige Ansammlung von Fettzellen am Bauch oder Po spricht hingegen für eine Fehlsteuerung der Hormone. Diese kann sowohl einen Mangel als auch Überschuss an folgenden Geschlechtshormonen beinhalten:

  • Testosteron
  • Progesteron
  • Östrogen

Gewichtszunahme durch Testosteronmangel

Das wohl wichtigste männliche Sexualhormon heißt Testosteron und kommt sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor. Während Männer eine hohe Konzentration von Testosteron im Körper haben, ist der Testosterongehalt bei Frauen deutlich geringer. Bereits männliche Embryonen bilden mithilfe von Androgenen ihre Geschlechtsorgane aus, die im Laufe der Pubertät heranreifen und wachsen. Darüber hinaus sorgt Testosteron bei beiden Geschlechtern für die Zunahme an: Muskelmasse, Muskelkraft, Knochendichte und beeinflusst vor allem den Fett- und Zuckerstoffwechsel. Dies ermöglicht unter anderem die Freisetzung des Körperfetts, was zum Abbau von Fettzellen am Bauchbereich führt. Bei einem Mangel am Testosteron wird der Fettabbau deutlich reduziert, was zur Gewichtszunahme führen kann. Folgende Beschwerden können symptomatisch für einen zu niedrigen Testosteronspiegel sein:

  • Zunahme der Fettmasse (vor allem am Bauch)
  • Abnahme der Muskelmasse
  • Abgeschlagenheit/Müdigkeit
  • depressive Verstimmung
  • Schlafstörung
  • Hitzewallungen
  • Reduzierung der Körperbehaarung
  • Libidoverlust
Auf der Waage
Testosteronmangel führt zu Gewichtszunahme – vor allem am Bauch. (Bild: Knut Wiarda – Fotolia)

Gewichtszunahme durch Progesteronmangel

Progesteron ist ein Gelbkörperhormon und zählt wie Östrogen zu den weiblichen Geschlechtshormonen, die nicht nur auf Knochen aufbauend wirken, sondern auch den Stoffwechsel anregen, die Fettverbrennung unterstützen und den Insulinspiegel regulieren. Bereits ab einem Altern von 30 Jahren kann es zu einem hormonellen Ungleichgewicht kommen, dass auf einen Mangel von Progesteron zurückzuführen ist. Meist hängt ein niedriger Spiegel des Gelbkörperhormons mit der Überproduktion von Insulin zusammen, was zur Gewichtszunahme beiträgt. Außerdem verändert sich durch den Progesteronmangel der Stoffwechsel und die Fettverbrennung wird reduziert.

Während Männer bei einem Progesteronmangel zu Schlafstörungen, emotionaler Unausgeglichenheit, Herzrhythmusstörungen und Blasenproblemen neigen, äußert sich ein Mangel bei Frauen eher mit folgenden Symptomen:

  • PMS (Prämenstruelles Syndrom)
  • Eierstockzysten
  • Brustbeschwerden
  • unerfüllter Kinderwunsch

Gewichtszunahme durch Östrogenüberschuss

Während Testosteron- und Progesteronmangel zur unerklärlichen Gewichtszunahme beitragen, verhält es sich beim weiblichen Sexualhormon Östrogen ganz anders. Hierbei ist ein Überschuss an Östrogenen für den vermehrten Aufbau von Fettzellen verantwortlich und kurbelt gleichzeitig die Wassereinlagerung an. Betroffene mit einem erhöhten Östrogenspiegel haben einen verlangsamten Stoffwechsel, da die Produktion der Schilddrüsenhormone durch die Östrogen-Dominanz beeinträchtigt wird. Wer an einem Östrogenüberschuss leidet, kann bei sich folgende Beschwerden finden:

  • Völlegefühl
  • Heißhunger auf Süßes
  • vermehrtes Bauchfett
  • PMS
  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • depressive Verstimmungen
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlaflosigkeit
  • mangelnde Libido
  • Zyklen ohne Eisprung
  • Eierstockzysten
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • kalte Füße/Hände
  • Haarausfall
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