Geschichte und Entwicklung von Discgolf

Die Anfänge des Discgolf hängen eng mit der Erfindung der Frisbee in den 50er Jahren zusammen. Der Erfinder, Fred Morrison, verkaufte 1957 das Patent an den amerikanischen Spielwarenhersteller Wham-O, der daraufhin verschiedene Wettkampfformen wie Freestyle und Weitwurf entwickelte sowie einen Frisbeesport-Weltverband gründete. Dieser Weltverband war mit ausschlaggebend für die Verbreitung von Discgolf.

Ab 1982 wurden die ersten Weltmeisterschaften und weitere Profi-Turniere von der Professional Disc Golf Association (PDGA) veranstaltet. Seit 1997 gibt es auch Europameisterschaften. Der Deutsche Frisbeesport-Verein (DFV) richtet jährlich mehrere Turniere und Meisterschaften der Trendsportart aus.

Discgolf
Neue Trendsportart Discgolf erreicht nun auch Deutschland. (Bild: Jeffrey unter CC BY-SA 2.0)

Regeln und Zubehör

Eine Golfdisc unterscheidet sich nur in puncto Gewicht (bis zu 200 Gramm) und einem kleineren Durchmesser von der normalen Frisbee. Ein Starterset mit drei Scheiben kann bereits ab 30 Euro erworben werden. Gespielt wird wie beim Golf: Der erste Abwurf aller Spieler erfolgt von einem festgelegten Punkt. Alle darauffolgenden Würfe beginnen von der Stelle, an der die Disc der Spieler liegen geblieben ist. Am Ende jeder Bahn steht ein Korb, in der die Disc versenkt werden muss. Die Länge einer Bahn schwankt meist zwischen 100 und 200 Metern, was drei bis vier Würfen entspricht. Ein Kurs hat bis zu 18 Bahnen. Die Würfe, die auf jeder Bahn benötigt wurden, werden zum Schluss addiert. Der Spieler mit den wenigsten Würfen gewinnt das Spiel.

Besonderheiten und Spielplätze

Als „Ass“ gilt das Treffen des Korbes mit dem ersten Wurf. Ein Fehlwurf, der in einem Busch oder Baum landet, wird mit einem Strafwurf geahndet. Profis führen meist eine ganze Palette von Discgolf-Scheiben mit unterschiedlichen Flug- und Wurfeigenschaften, mit sich. Die Kurse sind für jeden frei zugänglich, da die Zielkörbe hauptsächlich in öffentlichen Parkanlagen installiert sind. Für das Spielen ohne feste Körbe gibt es auch Naturkurse, bei denen auf Bäume oder Laternen gezielt wird. Momentan gibt es in Deutschland 56 Discgolf-Anlagen – und es kommen mehr dazu.

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