Der unwiderstehliche Drang

Wer etwas Dringendes zu erledigen hat oder durch Beschäftigung abgelenkt ist, bleibt meist von ihm verschont: Heißhunger tritt nämlich vor allem dann auf, wenn Kopf und Hände nichts anderes zu tun haben und dem plötzlichen Hunger auf alles Süße, Salzige und Fettige nicht selten erliegen. Der unwiderstehliche Drang zu naschen, führt aber meist nicht zur körperlichen wie seelischen Befriedigung, sondern zu einem schlechten Gewissen – und einigen Pfunden mehr auf der Waage.

Heißhungerattacken kennt vermutlich jeder. Besonders anfällig sind allerdings diejenigen, die verstärkt auf ihre Figur achten oder dabei sind abzunehmen und so gerne mal auf die ein oder andere Mahlzeit verzichten. Abhilfe können unterschiedliche Maßnahmen schaffen, doch ob diese immer helfen, ist eine andere Frage. Denn wenn der Drang einmal vom Denken Besitz ergriffen hat, beherrscht er einige Minuten alles.

Erdbeeren
Wenn nur Obst genascht würde, wäre Heißhunger nicht so schlimm. (sabino.parente – Fotolia.com)

Abhilfe gegen die Esslust

Besser ergeht es jenen, die sich vollkommen ablenken können. Sei es durch Arbeit oder eine sinnvolle andere Beschäftigung, die nicht mit Essen zu tun hat. Denn Ablenkung ist der erste – und meistens auch hilfreichste – Schritt gegen eine Heißhungerattacke.

Ein anderer Tipp, der sowohl mit Ablenkung und wie auch mit einem psychologischen Trick arbeitet, ist Zähneputzen. Denn das Putzen der Zähne lenkt kurzfristig intensiv ab und im Nachhinein ist die Hemmschwelle, etwas zu essen, bei vielen Menschen größer. Außerdem ist direkt nach dem Putzen der gesamte Mundraum vom Geschmack nach Minze (oder ähnlichem) ausgefüllt. Das befriedigt zusätzlich und hält vom Griff in die Tüte ab. Ganz rational gesehen: Chips auf Minze ist keine sonderlich gute Geschmackskombination.

Einfache aber hilfreiche Lösungen gibt es zahlreiche weitere, etwa beim Einsetzen des Heißhungers sofort einen Kaugummi oder ein Bonbon zu lutschen. Auch das Trinken eines Tees oder eines anderen wohlschmeckenden Getränks kann helfen.

Falsche Tricks gegen Heißhunger

Der Tipp, einfach nichts zum Naschen im Haus zu haben, hilft nur bedingt. Denn viele greifen schnell ein-, zweimal in die Wurst- oder Käsepackung und verputzen so rasch große Mengen Kalorien. Wegen möglicher Heißhungerattacken auf diese wesentlichen Lebensmittel zu verzichten, kann aber wohl kaum der richtige Weg sein.

Besonders fatal ist die Annahme, bei Heißhungerattacken – oder auch sonst – zu sehr auf Zuckerersatzprodukte zurückzugreifen. Diese gaukeln dem Körper vor, der Blutzuckerbedarf des Körpers würde nun gestillt. Daraufhin wird Insulin produziert, um den vermeintlichen Zucker zu verarbeiten. Da allerdings keiner kommt, steuert der Körper bald gegen. Das Ergebnis ist nur noch größerer Hunger.

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