Wie funktioniert die IPL-Technik?

IPL steht für „Intense Pulsed Light“. Die Methode arbeitet mit starken Blitzlichtimpulsen, die von den mit Melanin pigmentierten Haaren absorbiert und zur Haarwurzel weitergeleitet werden, die sich so zerstören lässt. Die umliegende Haut bzw. das Gewebe wird nicht geschädigt und durch ein Kühlgel geschützt. Die Besonderheit der IPL-Technik liegt in der Variation der Wellenlänge. Während der normale Laser mit einer festen Wellenlänge arbeitet, kann die Behandlung bei der IPL-Methode an den individuellen Hauttyp angepasst werden.

IPL Laser
Die IPL-Behandlung ist schonend für die Haut. (Bild: Dr. Braun/Wikipedia unter: CC BY-SA 2.0)

Der Effekt hält für circa ein Jahr. Meist sind jedoch mehrere Behandlungszyklen pro Jahr empfehlenswert, da sich nicht alle Haarwurzeln immer in der gleichen Wachstumsphase befinden und eventuell nicht mit einer Behandlung entfernt werden können. Wie viele Behandlungen individuell erforderlich sind, richtet sich nach Hauttyp, Haarfarbe und -dicke und der betroffenen Stelle. Auch die Kosten variieren je nach Anbieter und Anwendung. Wer sich über Praxen, die die IPL-Methode anbieten, informieren möchte, findet in fast allen größeren Städten passende dermatologische Einrichtungen, zum Beispiel unter den Suchbegriff “dauerhafte Haarentfernung Hamburg“.

Wo kann IPL angewendet werden?

Die IPL-Methode funktioniert bei den Hauttypen I bis IV, Hauttypen der Kategorie V (sehr dunkel) können nicht behandelt werden, da nicht nur das Haar, sondern auch die Haut selbst die Laserstrahlen absorbiert und dadurch verbrennen kann. Doch auch die Haarfarbe spielt eine Rolle, weiße, sehr helle oder auch rote Haare können mit der IPL-Technik nicht entfernt werden, da sie zu wenig Melanin enthalten. Tätowierte Hautpartien können mit dem IPL-Laser nicht behandelt werden, da die Gefahr einer Reaktion oder Hautschädigung zu groß ist.

Laser Epilation
Die Effektivität der IPL-Methode ist abhängig von Haut- und Haartyp. (Bild: Ruslan Olinchuk – Fotolia)

Vor- und Nachbehandlung

Vor der Behandlung mit dem IPL-Laser dürfen die zu entfernenden Haare nicht gezupft oder epiliert werden, da so die Wurzel mit entfernt werden würde und die IPL-Behandlung nicht richtig anschlagen kann. Genauso dürfen die Haare nicht gebleicht werden. Das Rasieren ist jedoch möglich und am Tag vor der Behandlung sogar Pflicht.

Sonnenbäder und Solarium-Besuche sollten mindestens vier Wochen vor der Behandlung eingestellt und auch direkt nach der Behandlung vermieden werden, da sonst zusätzliche Schädigungen möglich sind. Wer dennoch draußen unterwegs ist, sollte sich mit einem hohen Lichtschutzfaktor vor der Sonnenstrahlung schützen. Auch Peelings, lange Bäder oder Sauna-Gänge reizen die Haut nach der Behandlung unnötig. Besser sind pflegende Cremes.

Risiken und Nebenwirkungen

Zwar handelt es sich bei der IPL-Methode um eine schonende Haarentfernung, dennoch sollten Personen mit sehr lichtempfindlicher Haut oder einer Sonnenallergie sich für eine andere Methode entscheiden. Auch in der Schwangerschaft sollte der IPL-Laser nicht angewandt werden.
Nebenwirkungen können in Form von Rötungen oder Schwellungen auftreten, die jedoch normalerweise innerhalb weniger Tage wieder abklingen.

Vor- und Nachteile der IPL-Methode

Positiv

  • relativ schmerzfrei
  • Haut wird nicht geschädigt
  • schnelle Behandlung

Negativ

  • funktioniert nicht bei hellen bzw. nicht pigmentierten Haaren oder Flaum
  • nicht für dunkle Hauttypen geeignet
  • je nach zu behandelnder Stelle hohe Kosten bzw. viele Behandlungen nötig
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