Akrobatik trifft Kraft

Pole Dance galt lange als verrucht: Nur Stripperinnen räkeln sich an der Stange, hieß es bisher. Diese Zeiten sind jedoch vorbei, denn der vertikale Stangentanz etabliert sich zunehmend als Trendsportart. Das aus dem Kunstturnen und dem Rotlichtmilieu bekannte Sportprogramm vereint Elemente aus den Bereichen Kraft, Rhythmus und Beweglichkeit. Artisten nutzen die Stangen für akrobatische Darbietungen und beweisen so wie die Übungen zusammen ein harmonisches Körperbild ergeben. Pole Dance eignet sich daher sehr gut zum:

  • Muskelaufbau des gesamten Körpers
  • Dehnen
  • Kalorienverbrennen
  • Trainieren des körpereigenen Rhythmusgefühls
Poledance hält fit.
Poledance trainiert den gesamten Körper. ((Bild: Elislike/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Pole Fitness

In Fachkreisen wird von Pole Fitness gesprochen. Die im Alltag eher untypischen Übungen an und um die Stange herum beanspruchen den gesamten Körper – vor allem Rumpf und Becken. Um sich anmutig und elegant zu bewegen, gehört eine gute Körperspannung dazu. In Pole-Dance-Kursen erlernen Einsteiger Grundübungen und dehnen, bevor es an die Stange geht, ihren Oberkörper und die restlichen Muskeln im Rücken oder Schulterbereich. Denn die Fitnessübungen bringen manchmal Verletzungen mit sich. Um die verschiedenen Übungen auszuführen, wird eine Anpresskraft aufgebaut, die Kraft und Spannung erfordert. Geschieht dies nur unzureichend, können Abschürfungen oder Prellungen entstehen.

Nach Choreographie trainieren

Der Knne Hold eignet sich für Fortgeschrittene
Der Knee Hold zählt zu den spektakulären Übungen. (Bild: Starrgrrrl/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Das Ganzkörpertraining hält viele abwechslungsreiche Elemente für Frauen und Männer bereit. Beim Pole Fitness gibt es waagerechte Stellungen, in denen der Körper in gespannter Position von der Stange absteht. Drehungen auf oder über dem Boden sowie Darbietungen kopfüber gehören zum Trainingsprogramm vieler Studios.

Fortgeschrittene Teilnehmer können sich an den Knee Hold wagen: Die Oberschenkel umschließen dabei die Stange. Der Oberkörper wird nach hinten gebeugt und gehalten. Bei allen Übungen müssen die Choreografieelemente fließend ineinander übergehen, um einen ansprechenden Tanz zu präsentieren.

Pole Dance: Daheim oder im Studio

Entsprechende Kurse kosten um die 60 Euro. Teilnehmer haben die Wahl Unterrichtsstunden beispielsweise in Gymnastik oder Aerobic sowie erotischem Pole Dance zu besuchen. Wer die Grundschritte beherrscht und sicher an der Stange trainiert, kann die Choreografien zuhause fortsetzen. Die Stangen bestehen aus Guss oder anderen polierten Metallen. Je nach Vorlieben stehen verschiedene Poles zur Verfügung:

  • Fest installierte oder portable Stangen mit oder ohne Deckenbefestigung
  • Poles mit Kugellager für schnelle Drehungen
  • Stangen mit Plattform oder Lichteffekten
Bewerte diesen Beitrag