Kälte, Nässe, Dunkelheit: Gerade im Winter benötigt der Körper Vitamine, um gegen Krankheitserreger und Umwelteinflüsse gewappnet zu sein. Der Immunschutz und die Nährstoffversorgung der Haut- und Haarzellen stehen dabei an oberster Stelle. Um genügend Vitamin C, D und Co. zu sich zu nehmen, empfiehlt sich vor allem eine Anpassung des Speiseplans. Auch die Einnahme von Vitaminpräparaten kann sich in bestimmten Fällen lohnen.

Frühstück mit Obstsalat
Obstsalat ist ideales Frühstück für ein gesundes Immunsystem. (Bild: victoria p. – Fotolia.com)

Das Immunsystem schützen

In der kalten Jahreszeit haben Krankheitserreger aufgrund der niedrigen Temperaturen und schlechteren Durchblutung des Körpers ein leichtes Spiel. Damit sich keine bösen Erkältungen oder sogar eine Grippe einschleicht, hilft eine ausgewogene Versorgung mit den Vitaminen C und D, die die Abwehrzellen aktivieren.

Etwa 75 Milligramm Vitamin C decken im Winter den Tagesbedarf bei Erwachsenen. Neben der Stärkung des Immunsystems wirkt es antioxidativ, was den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt, und fördert die Eisenversorgung. Eine Kombination des Spurenelements mit Ascorbinsäure unterstützt den Sauerstofftransport. Denn gut versorgte Zellen können aktiv gegen schädliche Eindringlinge vorgehen. Über die Nahrung lässt sich Vitamin C auch in der kalten Jahreszeit ganz einfach aufnehmen. In diesen Obst- und Gemüsesorten steckt das wertvolle Vitamin:

  • grünes Gemüse wie Brokkoli
  • Paprika
  • Kartoffeln
  • Kohlgemüse
  • Zitrusfrüchte
  • Sanddorn

Sonnenlicht stärkt den Körper

Die körpereigene Produktion von Vitamin D wird durch Sonnenlicht aktiviert. Deshalb sollte auch bei eisigen Temperaturen ein ausgiebiger Spaziergang – natürlich in warmer, schützender Kleidung – stattfinden. Neben der Einlagerung von Kalzium oder Phosphor in den Knochen unterstützt Vitamin D das Immunsystem. Laut Medizinern ist es mehr ein Hormon als ein Vitamin, da es der Körper auch selbst bildet. Gefundene Vitamin-D-Rezeptoren unterstreichen diesen Fakt. Tierische Produkte wie Butter oder fetter Fisch können im Winter helfen, ein Defizit aufgrund fehlender Sonnenstunden auszugleichen. Für Vegetarier oder Veganer bieten sich zudem Vitamin-D3-Kapseln als zusätzliche Ergänzung an.

Sanddorn
Das Vitamin C-Wunder Sanddorn ist säuerlich-herb. (Bild: Аркадий Зарубин/Wikipedia unter CC BY 3.0)

Schöne Haut und gepflegte Haare

Trockene Heizungsluft, unbeständige Temperaturen und nasses Wetter hinterlassen Spuren auf Haut und Haar: Spröde Spitzen, trockene, spannende Haut und Juckreiz plagen empfindliche Personen in der kalten Jahreszeit. Daher ist eine Grundversorgung mit Biotin wichtig. Es kräftigt die Zellschicht und beugt so Hauterkrankungen vor, die oft mit Haarausfall oder Schuppen einhergehen. Reis, Haferflocken oder Karotten gehören deshalb unbedingt auf den winterlichen Speiseplan. Wichtig für die Zellregeneration der Haut ist daneben auch Vitamin E. Zu wenig davon führt zu unangenehmen Hautspannungen. Pflanzenöle, Getreidekeime oder Erdnüsse helfen, den Vitamin E-Spiegel konstant zu halten.

Müdigkeit ade

Müdigkeit sowie Lustlosigkeit machen in den dunklen Wintermonaten vielen zu schaffen. Dies liegt oft an einer Unterversorgung mit Vitamin B12. Es unterstützt die Blutgerinnung. Um sich wieder fit und aktiv zu fühlen, reicht es bereits aus, Fleisch und tierische Erzeugnisse zu essen. Wer jedoch ein fleischloses Leben führt, muss auf spezielle Vitamin-B-12-Präparate zurückgreifen. Die Versorgung mit Folsäure gilt ebenfalls als Achillesferse. Nicht nur Schwangere sollten im Winter vermehrt auf Vitamin B9 setzen. Denn eine Blutarmut hat Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit. Eine wärmende Rote-Bete-Suppe zum Beispiel kurbelt die Blutkörperbildung an.

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