„Metabolic Balance“ immer beliebter

Die Diät beginnt mit einer Analyse der individuellen Blutwerte des Teilnehmers. Mit Hilfe eines Computerprogramms, dessen Funktionsweise ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis ist, soll der Stoffwechsel untersucht werden. Aus den Ergebnissen dieses Tests, zusammen mit der Auswertung von persönlichen Daten, wie Körpermaßen, Gewicht, medizinischer Vorgeschichte, oder der Vorliebe und Abneigung für gewisse Nahrungsmittel, wird zunächst ein persönlicher Nahrungsmittelrahmenplan erstellt. Dieser enthält neben erlaubten oder verbotenen Nahrungsmittel auch Verhaltensregeln. Denn nach Wolf Funfack ist nicht nur die Kombination der Lebensmittel, sondern auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme von Bedeutung.

Persönlicher Ernährungsplan und strenge Verhaltensregeln

Messbarer Erfolg bei der Markert-Diät
Bei “Metabolic Balance” wird abnehmen zum Nebeneffekt. (Bild: cirquedesprit – Fotolia.com)

So dürfen etwa pro Tag nur drei Mahlzeiten im Abstand von mindestens fünf Stunden zu sich genommen werden, eine Nahrungsaufnahme nach 21:00 Uhr ist tabu. Des weiteren sollte zu jeder Mahlzeit nur eine Sorte Eiweiß eingenommen werden, festgelegt durch den strengen Diätplan.

Die Teilnehmer einer Metabolic Balance-Diät werden durch lizensierte „Metabolic Balance“-Coaches betreut. Persönliche Gespräche und eine individuelle Teilnehmerbetreuung stellen einen wichtigen Teil des Programms dar. Die Betreuung sollte mindestens zehn Termine umfassen.

Wie fast alle Diäten beginnt auch „Metabolic Balance“ mit einer kurzen Vorbereitungsphase, während welcher der Körper entgiftet wird. Danach folgt die recht strenge Umstellungsphase, die mindestens 14 Tage andauert. Nach einem streng festgelegten, individuellen Ernährungsplan soll hierbei bei jeder Mahlzeit eine Kombination aus einem eiweißhaltigen mit einem kohlehydrathaltigen Nahrungsmittel zu sich genommen werden, die jeweilige Mengen sind genau vorgegeben. Zusätzlich darf eine individuell bestimmte Menge an Roggen-Vollkornbrot oder Roggen-Knäckebrot sowie eine Sorte Obst gegessen werden.

Annäherung an normalen Speiseplan

Danach folgt eine gelockerte Phase. Jetzt dürfen weitere Nahrungsmittel in den Speiseplan eingebaut werden. Die Teilnehmer der Diät dürfen nun auch individuell geeignete Nahrungsmengen anhand der aus Phase zwei gewonnenen Erfahrungen selbst erproben. Auch ein Verstoß gegen den Diätplan ist jetzt einmal in der Woche erlaubt und sogar empfohlen. Zudem dürfen nun vorsichtige Versuche mit nicht aufgeführten Lebensmitteln unternommen werden.

In der letzten Phase sollen schließlich die erlernten Regeln beibehalten werden, das Augenmerk liegt nun auf einer gesunden Ernährung mit Lebensmitteln mit einer niedrigen glykämischer Last. An diesem Punkt haben laut Dr. Funfack die Diätteilnehmer gelernt, sich im Einklang mit ihrem Körper zu ernähren.

Weniger Kohlenhydrate, mehr Fett und Eiweiß

„Metabolic Balance“ ist ebenso wie Montignac, Atkins oder Logi eine Variante der low-carb-Diäten. Durch die Aufnahme von weniger Kohlenhydraten und mehr Eiweiß und Fetten soll bei diesen Diäten eine Gewichtsabnahme erreicht werden. Dr. Wolf Funfack empfiehlt eine Nahrungszusammenstellung, die aus 40-45 Prozent Kohlenhydraten (offizielle Empfehlung der Deutsche Gesellschaft für Ernährung liegt bei 55 Prozent), 35 Prozent Fetten und 20 Prozent Proteinen besteht.

Eine Studie mit „Metabolic Balance“-Teilnehmern zeigte nach sechs Monaten eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von 8,6 Kilogramm sowie eine Verbesserung der Blutfettparameter. Der Erfolg der Diät kann jedoch auch auf psychologische Effekte zurückgeführt werden. Die nicht unerheblichen Kosten, die für die Teilnehmer entstehen, dürften für viele eine große Motivation sein, tatsächlich durchzuhalten. Exakte wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit sind jedoch nicht möglich, solange das Computerprogramm, mit dem die Diätpläne erstellt werden, ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis bleibt.

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