Hoher Adrenalin-Kick

Riesenloopings, Jumps, nicht zu wissen wo oben, unten, rechts, links ist – diese Faktoren gehören zu einem extremen Zorbing-Ride dazu. Beim Zorbing wird eine große, aufblasbare Kugel dazu genutzt, einen Abhang herunterzurollen. Im Innern der Kugel befindet sich ein Mensch, der mit Gurten und Griffen gesichert ist. Durch die hohen Geschwindigkeiten, die beim Zorbing erreicht werden, wird während des nur Sekunden dauernden Rides viel Adrenalin ausgestoßen. Das Erlebnis dieser hohen Geschwindigkeit von bis zu 30 Kilometern pro Stunde, in extremen Fällen auch von bis zu 50, machen beim Zorbing den Kick aus.

Kraft, Kondition und Körperbeherrschung

Der Ursprung des Zorbings ist etwas weniger extrem. Die Erfinder, zwei Neuseeländer namens Dwane van der Sluis und Andrew Akers, nutzten die Zorbing-Kugel anfänglich nur, um darin zu gehen, erst später rollten sie damit Hänge herunter. Die Fortbewegung in einem Zorb auf flacher Strecke ist auch ohne Sicherung möglich. Die Sicherheitsvorkehrungen orientieren sich am Steigungsgrad der Strecke, Bodenbeschaffung, Wind und Wetter. Inzwischen gibt es auch die Varianten Snow- und Water-Zorbing.

Extremsport Zorbing
Hohe Geschwindigkeiten bringen beim Zorbing den Kick. (Bild: Harry Malsch/Wikipedia unter CC BY 2.0)

Beim gurtlosen Zorbing bewegt sich der Insasse wie in einem Laufrad. Dazu muss man wissen, dass ein Zorbingball zwischen 80 und 90 Kilogramm wiegt und es Kraft und Kondition bedarf, dieses Sportgerät in Bewegung zu halten. Bei höheren Geschwindigkeiten braucht der Sportler zudem eine gute Körperbeherrschung. Vor allem der Schnee-Zorb ist schwer zu kontrollieren und es gehört eine Menge Kraft dazu, dieses Sportgerät zu steuern.

Risiken beim Zorbing

In einem Zorb, bei dem sich eine kleinere Plastikkugel in einer größeren befindet, haben bis zu drei Erwachsene Platz. Meistens befinden sich aber nur ein bis zwei Personen in einer Kugel. Der Durchmesser des äußeren Balls misst 3,20 Meter, der des inneren 1,80 Meter. Verbunden sind die beiden Kugeln durch viele hundert Reepschnüre, das heißt kurze Seile, die auch im Klettersport Anwendung finden. Der sogenannte Zorbonaut gelangt durch einen Tunnel in des Innere .

Um Stöße abzufedern befindet sich zwischen den Kugeln eine doppelwandige Luftpolsterung. Dieses Luftkissen schützt den Zorbonauten im Inneren der Kugel vor Erschütterungen und ernsthafte Verletzungen sind theoretisch ausgeschlossen. Dass der Freizeitspaß aber nicht ungefährlich ist, wurde durch einen tragischen Unfall deutlich, bei dem ein 27-Jähriger Russe ums Leben kam. Das Unglück ereignete sich, da die Zorbing-Bahn nicht abgesperrt war, die Kugel von der Piste abkam und einen Abhang hinabstürzte. Der junge Russe brach sich dabei das Genick. Sein Freund, der sich mit in der Kugel befand, überlebte mit Verletzungen.

Mit hohen Risiken ist auch das Zorbing auf offenem bzw. in tiefem Wasser verbunden. Beim sogenannten Water-Zorbing ist die Kugel nur einwandig. Der Plastikball wird von außen mit einem Reißverschluss verschlossen. Kommt es zu Beschädigungen oder Komplikationen, können sich die Insassen kaum selbst befreien.

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