Trendsport aus Indien

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg in der indischen Philosophie, der vor allem die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Einen ersten Niederschlag findet diese Entwicklung in der Entstehung des Hatha Yoga im 15. Jahrhundert, bei dem die Asanas weiterentwickelt wurden. Heute ist die indische Lehre vor allem bei Frauen als Ausgleich zum stressigen Alltag beliebt, die mit rund 80 Prozent den Großteil des trendbewussten Klientels bilden.

Effektives Training mit ganzheitlichem Ansatz

Yoga-Training im Schneidersitz
Mit der richtigen Anleitung wird Yoga zur Wohltat für Körper und Seele. (Bild: Igor Mojzes – Fotolia.com)

Bei den Sitzhaltungen werden Kraft, Flexibilität, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer trainiert. Durch die Aktivierung der Muskeln, Sehnen, Bänder sowie Blut- und Lymphgefäße bei den Asanas kommt es zu einer verbesserten Durchblutung. Jede einzelne Übung kann abgewandelt werden und ist deshalb auch für Schwangere und für Menschen mit körperlichen Einschränkungen geeignet.

Neben dem Training für die Muskulatur gibt es spezielle Übungen, um die Verdauung zu aktivieren und zu entschlacken. Yoga kann zudem das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen und Linderung bei Reizdarmbeschwerden verschaffen. Außerdem können Yoga-Methoden zur Entspannung und Bewältigung von innerem Stress eingesetzt werden.

Risiken kennen und vermeiden

Trotz zahlreicher Vorteile für Muskulatur und inneres Gleichgewicht darf man jedoch nicht außer Acht lassen, dass dieser Sport eine erhebliche körperliche Belastung darstellt. Die Problemzonen vieler Menschen sind dabei besonders gefährdet, nämlich Wirbelsäule, Schulter-, Knie und Hüftgelenke. Im Extremfall kann Yoga die Stabilität des Körpers beeinträchtigen, statt sie zu kräftigen – durch Ausleiern der Bänder, Sehnen und Gelenke.

Die auftretenden Nervenschäden durch den Lotus-Sitz sind unter den Ärzten als „Lotus-Neuropathie“ bereits zu einem feststehenden Ausdruck geworden. Da Yoga sehr anspruchsvoll ist und es wie in kaum einem anderen sportlichen Bereich auf die exakte Nachahmung der Übungen ankommt, sollte am besten mit einem ausgebildeten Yogalehrer trainiert werden. Das Training mit Wellness-DVD oder Buch in den eigenen vier Wänden kann nämlich schnell mit Muskelkater und Zerrungen enden.

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