Im Körper gibt es verschiedene Funktionsorgane, wie Herz, Leber Niere, als auch die Schilddrüse und weitere mehr, die dafür sorgen, dass der Mensch sich gesund oder eben krank fühlt.

Die Schilddrüse ist für unterschiedliche Körperfunktionen verantwortlich und kann bei einem Mangel der Schilddrüsenhormone einige Beschwerden aufrufen, die behandelt werden müssen. Man unterscheidet hierbei unter zwei verschiedenen Funktionsstörungen, der Schilddrüsenüberfunktion und der Schilddrüsenunterfunktion. Diese beiden Störungen können weitere Erkrankungen hervorrufen, als auch Begleiterscheinungen von Erkrankungen sein. Durch mehrere Untersuchungen zu denen auch eine Blutabnahme, sowie ein Ultraschall gehören, lassen sich die unterschiedlichen Schilddrüsenerkrankungen feststellen und entsprechend behandeln.

Bildet die Schilddrüse zu wenig oder gar keine Schilddrüsenhormone, wird von einer Schilddrüsenunterfunktion gesprochen. Diese tritt in den häufigsten Fällen bei Frauen auf und wird auch Hypothyreose genannt. Es gibt verschiedene Arten der Erkrankung. Bei der Autoimmunerkrankung, auch Hashimoto Thyreoiditis genannt, hält der Körper die eigene Schilddrüse für einen Fremdkörper. Die fibrosierende Thyreoiditis ist eine Entzündungsform, bei welcher die Schilddrüse hart ist, sich asymmetrisch vergrößert und sich nicht beim Schlucken verschiebt.
Zu der postpartalen Thyreoiditis kommt es bei der Mutter nach der Geburt und ist eine immunologische Reaktion. Auch nach einer medizinischen Intervention kann sich eine Unterfunktion der Schilddrüse entwickeln. Die Ursachen sind unterschiedlich und wird gemäß dem Regelkreis der Schilddrüsenhormon-Produktion in drei Formen unterschieden.

Bei der häufigsten und primären Form liegt die Ursache bei der Schilddrüse selbst. Sie kann nach Schilddrüsenoperationen, Radiojodtherapie, durch Medikamente oder als Autoimmunerkrankung des Typ Morbus Hashimoto auftreten. Die Ursache der sekundären Form liegt in der Hirnanhangsdrüse. Hier wird das Thyreoidea stimulierende Hormon produziert, welches die Hormonproduktion in der Schilddrüse induziert. Als Auslöser der sekundären Unterfunktion finden sich meist Tumore im Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse. Liegt eine Störung im Hypothalamus, wird von der tertiären Form gesprochen und ist eine der seltenen Formen einer Schilddrüsenunterfunktion. Diagnostizieren können Ärzte die Hypothyreose häufig schon durch die Schilderung der Beschwerden, sichern aber durch verschiedene Untersuchungen die Diagnose ab.

Typische Merkmale sind unter anderem

  • Kälteempfindlichkeit,
  • Müdigkeit,
  • Verstopfung,
  • Gewichtszunahme,
  • dünner werdendes Haar,
  • Gedächtnisstörungen oder
  • depressive Stimmungslage.

Blutuntersuchungen, ein Ultraschall der Schilddrüse oder eine Schilddrüsenszintigrafie sind die verschiedenen Diagnosemethoden. Durch den Ersatz des fehlenden Hormons wird die Unterfunktion der Schilddrüse behandelt. Begonnen wird die Therapie mit einer kleinen Dosis und wird stufenweise so erhöht, bis die gewünschte Dosis vorhanden ist. Eine regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenwerte ist notwendig, da die Erhöhung der Hormondosis meist im Laufe der Erkrankung erforderlich ist.

Vorgebeugt werden kann einer Schilddrüsenunterfunktion nicht und da die Therapie einfach und effektiv ist, ist es wichtig dass sich die Patienten genauestens an diese halten, um einen Rückfall der Erkrankung zu verhindern. Patienten sollten Ruhepausen und Anstrengungen gleichzeitig über den Tag verteilen und auf eine gesunde und vitaminreiche Ernährung achten.
Die Aufnahme von Jod ist auch grundsätzlich zu beachten, da auch Jodmangel ein Auslöser der Krankheit sein kann. Zu den guten Jodlieferanten gehören unter anderem Meeresfisch oder jodhaltige Salze. Die Einnahme von Jodpräparaten dient ebenfalls der sicheren Zuführung von Jod. Bei auftretenden Anzeichen einer Hypothyreose sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, um eine notwendige Behandlung nicht hinauszuzögern. Eine Schilddrüsenerkrankung sollte immer durch einen Arzt behandelt und regelmäßig kontrolliert werden. Bei Auffälligkeiten kann dementsprechend behandelt und therapiert werden, um schlimmere Krankheitszustände zu vermeiden.

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