Glücklich durch körpereigene Glückshormone

Der menschliche Körper ist seit der Steinzeit völlig unverändert geblieben. Er kann nicht unterscheiden, ob man sich freiwillig anstrengt, um gesund und fit zu bleiben oder ob man gerade vor einem Löwen davonlaufen muss. Deshalb ist eine größere Anstrengung, wie sie beim Joggen oder Training normal ist, für den Körper immer gleichbedeutend mit Stress. Um diesen Stress abzumildern und um auch in Notsituationen funktionsfähig zu bleiben, werden schon nach kurzer Zeit im Gehirn Endorphine freigesetzt.

Gymnastik
Da Sport als Stress bewertet wird, werden zum Ausgleich Endorphine ausgeschüttet.

Diese Stoffe, die in ihrer Zusammensetzung und Funktionsweise Opiaten ähneln, sorgen dafür, dass unangenehme Empfindungen wie Hunger und Schmerz gedämpft werden. Gleichzeitig verbessern sie auch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Unter dem Einfluss von Endorphinen kann man sich besser konzentrieren und auch über die eigenen Grenzen hinausgehen. Bekannt wurden Endorphine aber vor allem als Glückshormone, die für eine euphorische Stimmung sorgen.

Ausdauersport wirkt auch im Gehirn

Insbesondere Ausdauersportarten wie Joggen sorgen dafür, dass der Körper als Ganzes aktiviert wird. Neben den bekannten Endorphinen, die auch beim Sex oder selbst bei einem guten Essen freigesetzt werden, regt gleichmäßige körperliche Bewegung auch die Bildung anderer Botenstoffe im Gehirn an. Die beiden wichtigsten sind dabei Dopamin und Serotonin, die eine nicht zu unterschätzende Rolle für das seelische Gleichgewicht spielen. Während Dopamin das körpereigene Belohnungssystem aktiviert und dabei für den typischen „Flow“ sorgt, der beim Sport nach einiger Zeit auftritt, wirkt Serotonin entspannend und beruhigend. So sorgen diese beiden Botenstoffe für Zufriedenheit und innere Gelassenheit.

Pilardio - Kombination aus Pilartes- und Cardioelementen
Wer Sport treibt, wird mit einem straffen Körper und innerer Ausgeglichenheit belohnt. (Bild: Andreas Keudel © ISO K° – photography)

Mit Bewegung gegen schlechte Stimmung

Untersuchungen haben ergeben, dass bei Menschen, die unter Depressionen leiden, der Gehirnstoffwechsel gestört ist. Insbesondere Dopamin und Serotonin werden oftmals nicht in ausreichender Menge produziert und auch die körpereigenen Endorphine können nur eine begrenzte Wirkung entfalten. Im Winterhalbjahr, wenn aufgrund des Lichtmangels auch bei ansonsten gesunden Menschen die Produktion dieser Botenstoffe gedrosselt ist, ist es deshalb besonders wichtig dafür zu sorgen, dass Körper und Seele ins Gleichgewicht kommen. Ein besonders wirksames Mittel ist dabei der Sport – schon eine halbe Stunde täglich macht nicht nur gesund, sondern erwiesenermaßen auch glücklich.

Bewerte diesen Beitrag