Surfen mit Paddel

Surfen ganz ohne Wind und Wellen – Stand Up Paddling, auch Stehpaddeln genannt, macht’s möglich: Auf einem Board stehend bewegt man sich mithilfe eines Stechpaddels vorwärts. Stars und Sternchen haben die Trendsportart längst für sich entdeckt und auch die deutsche Fußballnationalmannschaft hält sich auf diese Weise fit.

Stand Up Paddling SUP
Stand Up Paddling trainiert den gesamten Körper. (Bild: A.belloc/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Effektives Ganzkörpertraining

SUP beansprucht alle Muskeln gleichermaßen und hilft, den gesamten Körper auf fast spielerische Weise fit zu halten. Hier die Fitness-Vorteile im Überblick:

  • SUP stärkt Kraft, Ausdauer und Koordination.
  • Für die nötige Balance wird Körperspannung vom Fuß bis zum Nacken aufgebaut und dadurch die Tiefenmuskulatur gestärkt.
  • Verspannungen im Nackenbereich werden gelöst.
  • Um vorwärts zu kommen werden alle Muskeln benötigt und der Puls ordentlich angeregt.
  • Durch die Paddelbewegung werden das Zusammenspiel der Muskeln im Oberkörper gefördert sowie Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert.
  • Auch Schultermuskeln und Trizeps werden gestärkt.
  • SUP schont die Gelenke und fördert die Durchblutung.

Wer die Herausforderung sucht, kann auch einige Yoga-Übungen auf dem Brett versuchen.

Fitnesstrend für jedermann

Auch Laien können mit nur wenig Übung wie Profis auf den Brettern sehen. Je nach Gewässer kann man sich dabei, an die eigene Fitness angepasst, unterschiedlich stark auspowern. Ruhiges dahingleiten, die Natur genießen und entspannen ist ebenso möglich, wie sich mit Sprints, Langstreckenrennen und hohen Wellen der sportlichen Herausforderung zu stellen. SUP wird inzwischen auch als Leistungssport bei Wettkämpfen ausgetragen.

Welches Gewässer ist das richtige?

Anfänger sollten zunächst auf ruhigen Seen üben, bevor sie sich auf anspruchsvollere Gewässer wie Flüsse mit Strömung oder gar aufs Meer wagen und dort hohe Wellen abreiten. Das Board hat wenig Tiefgang und so können auch flachere Gewässer erkundet werden. Grundsätzlich ist SUP also auf jedem Gewässer möglich:

  • Seen
  • Flüsse und Bäche
  • Kanäle
  • Meer

Stehpaddeln – so funktioniert’s

Wer Stand Up Paddling ausprobieren möchte, solle ein gewisses Gefühl für Balance mitbringen:

  • hüftbreit auf das Brett stellen
  • Knie leicht gebeugt und Becken stabil halten
  • Das Paddel fest in beide Hände nehmen und sich damit vorwärts bewegen und lenken

Tipp: Anfänger können für ein erstes Gefühl zunächst am Strand oder am Ufer auf dem Brett üben.

Ausrüstung – was braucht man?

  • Brett (2,50 bis 4 Meter lang)
  • Stechpaddel (die optimale Länge übersteigt die eigene Körpergröße um ca. eine Handbreite)
  • Kleidung, die schnell trocknet oder je nach Gewässer einen Neoprenanzug
  • Sonnenschutz nicht vergessen!

Tipp: Die Ausrüstung ist mit Board und Paddel relativ teuer – Anfänger können sich das Equipment zunächst in einer Surfschule leihen und dann über eine Anschaffung nachdenken.

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